Wettbewerb & Gespräch mit David und seinen Söhnen, die das Basecamp Alpen mit Hochtour zum Schärhorn im Sommer 2025 ausprobiert haben.
bergluft Online Magazin Titelbild | Gruppe beim Aufbau eines Camps im Hochgebirge

Expeditionsfeeling in den Alpen

Wann hast du das letzte Mal draussen übernachtet? Nicht auf dem Campingplatz, sondern mitten im Hochgebirge. Ohne Hütte, ohne Massenlager, dafür mit Wind, Wetter und eindrücklichen Stimmungen. Genau das erwartet dich im Basecamp Alpen von Höhenfieber und Berg+Tal.

 

David und seine beiden erwachsenen Söhne haben das Erlebnis im vergangenen Sommer ausprobiert. Im Interview erzählen sie von Regen beim Aufstieg, überraschend gutem Schlaf im Zelt und davon, weshalb ein Bier im Basecamp manchmal besser schmeckt als im Tal. Für die Expeditionsvorbereitung Basecamp Urner Alpen vom 26.–28. Juni 2026 verlosen wir zwei Plätze. Details zum Wettbewerb findest du weiter unten in dieser bergluft-Ausgabe.

Höhenfieber und Berg+Tal Basecamp Urner Alpen | Zelte und Teilnehmende bei Abendstimmung
Berglandschaft bei Sonnenuntergang, wolkiger Himmel.
Bergsteiger am Schärhorn Gipfel, Bergkulisse

«Beim Campieren im Hochgebirge hat man genau drei Aufgaben: Essen, trocken bleiben, wenn möglich schlafen.»

Erfahre im Interview, was Stammkunde David und seine erwachsenen Söhne während dem Basecamp-Weekend erlebt haben.

David, Ben und Dan haben im Sommer 2025 während der 2-tägigen Hochtour aufs Schärhorn im Basecamp übernachtet. Unsere Online-Redaktion wollte wissen, wie sich eine Nacht im Hochgebirge abseits der SAC-Hütten anfühlt. Im Interview erzählen die drei von Regen beim Aufstieg, überraschend gutem Schlaf im Zelt und davon, was «The holy trinity» beim Campieren am Berg bedeutet.


David, wie waren die Wetterprognosen kurz vor der Tour?

Die Wetterprognosen für das Hochtourenwochenende waren durchzogen. Besonders am ersten Tag war mit Niederschlag zu rechnen. Kein Grund für das Bergführerteam, die Tour nicht wie geplant zu starten.

 

Lieber ein gutes Zelt als ein schlechtes Hotel. Was denkt ihr euch zu dieser Aussage?

Dan und Ben: Diese Aussage unterschreiben wir! In schlechten Hotels und gut gefüllten Berghütten haben wir schon genug übernachtet.

 

Welches waren eure Zelterfahrungen vor dem Sommer 2025?

David: Wir sind geübte 4-Season-Draussen-Schläfer und sind regelmässig mit Zelt, Liegematte und Schlafsack unterwegs. Wir wussten, was uns erwarten wird.


Das Schärhorn hättet ihr auch mit der Übernachtung in der komfortablen Planurahütte buchen können. Weshalb habt ihr das Basecamp gewählt?

Dan: Auf den Säntis gibt es auch eine Gondel… Ben: Beim Biwakieren hat man genau drei – und nur drei – Aufgaben: Essen, trocken bleiben, wenn möglich schlafen. Da sind die Herausforderungen in einem Hotel oder auch in einer SAC-Hütte deutlich stressiger. Viele Leute, Lärm und weitere Ablenkungen von einem puren Erlebnis in der freien Natur.

David: Wenn sich meine Zwillinge Zeit für ein Unternehmen mit ihrem Vater nehmen, ist das an sich schon grossartig. Wir konnten diese zwei Tage im Hochgebirge maximal geniessen. Alles professionell und sicher organisiert. Für uns war das Basecamp ein stimmiger Rahmen für unsere zwei Tage «Vater-Söhne-Zeit».

Bergsteiger im Aufstieg in Geröllgelände
Bergsteiger bauen Zelt auf am Berg auf.
Gruppe von Bergsteigern auf dem Gletscher.

Bild: Ben und Dan mit Bergführer Richi (links)

Habt ihr euch besonders auf dieses Wochenende vorbereitet? Was waren eure Erwartungen für dieses Abenteuer?

Dan: Der Veranstalter stellte die Isomatten zur Verfügung, insofern war die vorgängige Prüfung derselben nicht nötig. Darüber hinaus packten wir unsere Standard-Bergausrüstung und reisten zum vereinbarten Treffpunkt in Glarus.

David: Wir wollten ursprünglich ohne Bergführer los, irgendwo im Frühherbst in die Berge.  Eine Kombination aus «bedingt guten Wetterbedingungen und 3000 Meter Schlafhöhe» stellt jedoch grössere Anforderungen dar. So haben wir die Tour mit Berg+Tal und Höhenfieber gebucht. Meine Erwartungen wurden erfüllt: Eine gute Zeit mit meinen Jungs, ein paar überschaubare Herausforderungen und Erinnerungen, die für immer bleiben.

Was habt ihr am ersten Tag auf dem Weg vom Klausenpass zum Basislager erlebt?

Ben: Wir trafen uns am Sammelpunkt im Sportgeschäft in Glarus. Dort profitierten wir von einem super Service: Ein Tourenteilnehmer konnte sogar seine defekten Schuhe ersetzen, fehlendes Material konnte man also vor Ort komplettieren. Ebenfalls durften wir aus einem Sortiment an Expeditionsnahrung ein Abendessen auswählen.

Der Aufstieg war entspannt, aber stark verregnet. Unser «Zugpferd» und Bergführer Richi kannte den Weg bestens und begleitete die Gruppe problemlos zum Lagerplatz.

Könnt ihr mir erklären, was zwischen eurer Ankunft im Basecamp und dem Einschlafen abgelaufen ist?

Dan: Es verlief beinahe alles nach Plan: Wir bauten die Zelte auf und verpflegten uns mit einer für Expeditionen üblichen Fertigmischung, die mit heissem Wasser angerührt wird. Ehrlich gesagt schmeckte das Zeug nicht besonders, da empfehlen wir eine andere Lösung. Völlig unerwartet und «best ever» jedoch war das Bier, welches unser Bergführer Richi - woher auch immer - herzauberte. Sein Lieblingsschnupf blieb für einmal in der Hosentasche, dafür war es zu windig. Ein weiteres Highlight im wahrsten Sinne des Wortes war der Gaskocher, der aufgrund einer defekten Dichtung in Flammen aufging und dann in nötiger Distanz zu unseren Zelten sein stilvolles Ableben fand.

Wenig später zogen wir uns in unsere Schlafsäcke zurück. Es war kalt, nass und windig.

 

Wie habt ihr im Zelt mit Schlafsack und Liegematte geschlafen?

Dan: Hervorragend wie immer. Das ganze Konzept des Basecamp funktionierte auch unter den am ersten Tag erschwerten Wetterbedingungen. Auch die weniger erfahrenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit dabei waren, schliefen bestens im warmen Schlafsack. Das Frühstück schmeckte uns zum Glück viel besser als das Abendessen.


Drei Personen betrachten Berglandschaft bei Sonnenuntergang.

Wie lief der zweite Tag der Tour ab?

David: Das Wetter war deutlich besser, es zeigte sich zeitweise die Sonne. Gut erholt und mit trocken gebliebener Ausrüstung konnten wir bei Windstille Richis Schnupftabak testen. Der Aufstieg zum Schärhorn war kurz, einfach zu gehen und der Ausblick vom Gipfel grandios. Der Weg zurück über das Chamlijoch zum Klausenpass forderte uns alle deutlich mehr. Auf der Passhöhe angekommen gab es einen Kübel Cola und die Beine waren wohlig müde.


Könnt ihr das Basecamp unseren Kundinnen und Kunden weiterempfehlen? Weshalb?

David: Wir haben schon mehrere Bergtouren mit Berg+Tal und Höhenfieber unternommen, stets mit einem anderen Bergführer. Diese haben wir ausnahmslos sehr geschätzt: Sie sind fachtechnisch kompetent, ruhig und souverän in ihrer Entscheidungsfindung und darüber hinaus unaufdringliche, sympathische Reisebegleiter. Das Basecamp als solches können wir allen empfehlen: Die Komfortzone für ein unvergessliches Bergerlebnis verlassen!

 

Was sind eure Tipps für diejenigen, die noch nicht über grosse Erfahrung mit Zelt, Schlafsack und Liegematte verfügen?

Ben: «Note the holy trinity»: Du kannst aus «Nass, Kalt oder Hunger» maximal zwei Faktoren aushalten, alle drei zusammen sind Zuviel. Wenn du schlafen willst, ist eine trockene Unterlage absolut zentral.


Vielen Dank euch dreien, David, Ben und Dan. Die «Holy Trinity» werde ich mir merken, diesen Begriff kannte ich bisher noch nicht. Eine perfekte Zusammenfassung der wichtigsten Dinge für die gute Nacht am Berg.

Basecamp: Auf diesen Touren kannst du mit uns im Hochgebirge campieren

Gletschertrekking Glarner Alpen mit Übernachtung im Basecamp

Alpenlandschaft mit kristallklarem Bergsee.

Versteckt hinter hohen Gipfeln liegen die weiten Gletscherflächen des Hüfi- und Claridenfirns. Mitten in dieser Hochgebirgslandschaft errichten wir unser Basecamp. Dabei geniessen wir eine selten gewordene Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten einer alpinen Umgebung.

Gletschertrekking mit Basecamp

Hochtour Schärhorn 3296m mit Übernachtung im Basecamp

Schärhorngipfel mit Bergsteigern, Gletscherblick.

Das formschöne Schärhorn fällt im Gipfelpanorama der Glarner Alpen von weitem auf. Die abwechslungsreiche Hochtour gehen wir von unserem Basecamp aus an. Dabei geniessen wir eine selten gewordene Ruhe und Abgeschiedenheit mitten im Hochgebirge. Das Mikro-Abenteuer für alle, die gerne mal eine Nacht im Zelt im Hochgebirge geniessen möchten.

Schärhorn mit Basecamp

Expeditionsvorbereitung Basecamp Urner Alpen | 3 Tage

Bergsteiger mit Zelten auf felsigem Berg.

Diese Tour findet im Stil einer echten Expedition statt. Das Team ist autark in einer abgelegenen, hochalpinen Umgebung unterwegs und profitiert vom erfahrenen Expeditionsprofi. Zu den Ausbildungsinhalten gehören Aufstieg am Fixseil, Spaltenrettung, Absicherung in Fels und Eis, wie auch die nötigen Skills für Übernachtungen in einem Basislager oder Hochlager. 

Basecamp Urner Alpen
Basecamp Urner Alpen mit Blick über den Gletscher
Berglandschaft mit schneebedeckten Gipfeln bei Sonnenuntergang.

Wettbewerb: 2 x 1 Platz zu gewinnen

Bist du bereit für dein nächstes Bergabenteuer?

Gewinne einen von zwei Plätzen für die «Expeditionsvorbereitung Basecamp Urner Alpen» vom 26.-28.06.2026. Unterwegs und im Basecamp trainierst du wichtige Techniken für deine nächste Hochtour. Auf- und Abstieg an Fixseilen, Zubereitung von Expeditionsnahrung und alpines Know-how warten mitten in der eindrücklichen Bergwelt der Urner Alpen auf dich.

Teilnahmeschluss: 14.06.2026


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zum Wettbewerb

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Steigeisen kaufen: Das musst du wissen

Person mit Steigeisen im Schnee bei Sonnenlicht.

Welche Steigeisen eignen sich am besten? Ob Gletscher-, Hochtour oder steiles Firngelände: Wir zeigen dir, welche Arten von Steigeisen es gibt, worauf du beim Kauf achten solltest und wie du das passende Modell für dein nächstes Abenteuer findest.

Mehr dazu

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Frau klettert an überhängender Kletterwand

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Kletterzentrum Gaswerk
Bergsteiger am Horizont bei Sonnenaufgang auf Gletscher

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