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Sicher unterwegs auf Wintertouren |
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Höhenfieber geniesst die Winterzeit draussen im Schnee und sammelt auf abwechslungsreichen Touren und in lehrreichen Kursen Erlebnisse in den Bergen. Unsere Praktikantin Luana berichtet von ihrem Abenteuer vor der Haustür: Sie hat einen zweitägigen Lawinenkurs besucht und dabei nicht nur viel Wissen, sondern auch viele unvergessliche Momente mitgenommen. In ihrem Erlebnisbericht erhältst du Einblick in ein Kurswochenende mit Höhenfieber.
Wie funktioniert nochmals die Signalsuche, Grobsuche, Feinsuche und die Punktortung? Worauf kommt es bei der Planung von Touren im Schnee an? Und was sind eigentlich die lawinenbildenden Faktoren? All das sind Fragen, die im Lawinenkurs gemeinsam mit dem Bergführer geklärt werden. Wir wünschen dir schöne und sichere Touren. |
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Unsere Praktikantin Luana hat im Lidernengebiet an einem Lawinenkurs teilgenommen und teilt ihre Eindrücke. Sie nimmt dich mit durch ein Kurswochenende mit Höhenfieber, erzählt von ihren persönlichen Highlights und vom gemütlichen Hüttenleben . |
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Ein Lawinenkurs bedeutet Lernen und Üben, das war mir bewusst. Doch wie bereichernd, lebendig und überraschend dieses Wochenende auf der Lidernenhütte werden würde, ahnte ich nicht. Zwischen Kälte, zauberhaften Landschaften und Neuschnee sammelte ich nicht nur Wissen zur Lawinenkunde, sondern auch unvergessliche Eindrücke. |
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Ein Blick aus dem Fenster verändert alles
Schon mehrere Wochen im Voraus war ich aufgeregt und voller Vorfreude. Doch hoffte ich vergebens auf etwas Schnee für den gebuchten Lawinenkurs im Schächental. Einige Tage vor Kursstart las ich die letzten Informationen über den Kurs. Er wird auf die schneetechnisch besser gelegene Lidernenhütte verschoben. Am Samstagmorgen war ich erstaunt: Mit einem Blick aus dem Fenster stellte ich erfreut fest, dass es sogar bei mir im Flachland ein paar Zentimeter Neuschnee gab. Beim Packen orientierte ich mich am Wetterbericht. Der kündigte für den Sonntag maximal -9 Grad an. Also habe ich meinen Rucksack bis oben mit heissem Tee und warmen Kleidern befüllt.
Mit warmen Bussen ins kalte Abenteuer
In Brunnen habe ich die Alpentaxis sofort erkannt. Bergführer Julian begrüsste die Gruppe mit ein paar Worten. Dann sind wir schnell in die warmen Kleinbusse gestiegen. Los ging’s Richtung Riemenstalden. Ich sass im vorderen Bus. Der hat uns sicher an die Talstation der Bergbahn gebracht. Der hintere Bus kam im steileren Teil nicht mehr weiter. Die Schneeketten waren noch im Kofferraum, was sich schnell änderte. Denn der Taxifahrer kennt die Handgriffe, um die Ketten zu montieren. So mussten auch wir nicht lange auf den Rest der Gruppe warten. In Riemenstalden war es schon einige Grad kälter.
Eine 5er-Gondel soll uns hoch auf den Berg bringen. Bevor ich die kleine Bahn genauer begutachten konnte, holte uns der Bähnler beim Bus, damit wir eine Gondel auffüllen konnten. Eine luftige Angelegenheit, denn die Kult-Seilbahn präsentiert sich im Open-Air-Style. Oben angekommen war uns klar: Das konnte dauern, bis alle Teilnehmer bei uns sein werden. Die erste Aufwärmübung stand an… Burpees, sogar in Tourenskischuhen. Ein klares Indiz für unsere Motivation! Schnell zückte ich das erste Mal meine Kamera, um dieses Ereignis festzuhalten. |
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Orientierung im Nebel
Nach einem kurzen Marsch auf Schneeschuhen und Tourenskis sind wir bei der Lidernenhütte angekommen. Ohne Julian hätte ich die Hütte bestimmt nicht so schnell gefunden, auch wenn ich den Weg kannte. Die Sicht war durch den Nebel eingeschränkt. Als ich auf die Uhr schaute, erklärte sich mir mein Knurren im Bauch, es war schon Mittag. Wir haben unser Programm wegen dem Nebel etwas geändert. Nach dem Picknick befassten wir uns mit der Lawinentheorie. Die Übertragung der Präsentation auf die Leinwand war eine kleine Herausforderung. Der Bergführer tüftelte am Tablet und dem Beamer, bis alle die gewünschten Inhalte sehen konnten. So konnte ich noch einen wohltuenden Espresso geniessen. |
| Auf Spurensuche im Tiefschnee
Nun war es Zeit, das Gelernte anzuwenden. Wir packten uns wieder warm ein und strömten in die weisse, kalte Landschaft. Der Bergführer hat uns Schritt für Schritt durch die Lawinenrettung geführt, so dass alles schnell verständlich war. Die Bewegung zwischendurch wärmte uns wieder auf. Zeitweise kam ich sogar ins Schwitzen, so viele Schichten trug ich. Wir haben in der Gruppe mit der Signalsuche gestartet, sind dann zur Grob- und Feinsuche übergegangen. Anschliessend durfte jeder noch ein verstecktes LVS aufsuchen. Julian hat mir wertvolle Tipps für die Verschüttetensuche gegeben. Zum Abschluss des Tages haben wir Schaufel- und Sondierübungen gemacht. |
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 | Ein geselliger Hüttenabend
Das gemeinsame Abendessen bestand aus einer wärmenden Suppe, einem knackigen Salat und einem duftenden Hauptgang. Der Ovomaltine- Schockoladenkuchen fand besonders guten Anklang. Obwohl wir uns nicht einig waren, ob wir nun die Ovi im Kuchen schmeckten. Nachdem wir uns gestärkt haben, landeten verschiedene Spiele auf den Tischen. Bei den einen war es eine gemütliche Spielrunde, bei anderen ein nervenzehrender Jass. Ich staunte, wie lange ich aufblieb... Denn normalerweise bin ich die erste, die ins Bett geht. Doch es hatte einen Vorteil etwas länger aufzubleiben, das Zimmer war von den anderen vorgewärmt. Den erstaunlich leisen Schlafgeräuschen lauschte ich noch eine Weile nach, bis ich eingeschlafen bin.
Wenn draussen die Frische ruft
Fast alle lösten sich gleichzeitig von ihren Betten und fanden sich im Aufenthaltsraum zum Frühstück wieder. Nach dem Frühstück ging ich kurz nach draussen. Dort habe ich ein paar Bilder von der schönen, klaren Morgenstimmung gemacht. Der ganze Nebel von gestern war verschwunden und ich wollte nichts anderes mehr als in der frisch verschneiten Landschaft unterwegs sein. Doch der Tagesplan sagte etwas anderes, es war Zeit für einen sehr wichtigen und spannenden Input über die Lawinen. Ich konnte kaum stillsitzen, die Szenerie, die wir durch das Fenster beobachten konnten, war einfach so anziehend. Dann war es endlich so weit. Julian hatte alle unsere Fragen beantwortet. |
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Spuren im Schnee, Klarheit im Kopf
Wir stellten im Skiraum unsere LVS ein und haben den Gruppentest vor der Hütte gemacht. Erst kam ein kurzer Anstieg. Dann haben wir die ersten Hänge begutachtet und uns anhand der Lawinengefahr für eine möglichst sichere Spur entschieden. Wir stampften durch den Schatten. Das Schwitzen vom Vortag war vorbei. Nach der klaren Nacht wehte ein feiner, doch sehr kalter Wind. So war ich froh, dass es nach einer Fläche wieder etwas steiler wurde. Wir lernten die Hangneigung zu schätzen. Wir beobachteten die Schneesituation im Gelände und analysierten die Risiken.
Als wir in die Sonne kamen, genossen wir erst ein paar Strahlen. Dann schaufelten wir möglichst schnell bis zu einem von Julian markierten Punkt vor. Anschliessend erstellten wir ein Schneeprofil. Ich fand es beeindruckend, wie gut wir eine Lockerschneeschicht definieren und die darauf liegende Schneedecke lösen konnten. Zusätzlich haben wir eine kleine Höhle gegraben, in die sich Julian legte. Dafür stellten wir uns über der Höhle auf die Schneedecke und zielten vorsichtig mit der Sonde auf ihn. Die Idee der Übung war, beim Sondieren den Unterschied wahrnehmen zu können: Trifft die Spitze der Sonde auf einen Ski, den Untergrund, auf eine harte Schneeschicht oder einen Menschen? Ich war überrascht, wie gut wir mit der Zeit beurteilen konnten, worauf wir stiessen. Bevor wir uns auf den Rückweg in den Schatten der Berge machten, wie es Julian wenig ansprechend formulierte, haben wir in der wärmenden Sonne noch eine Zwischenverpflegung genossen.
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Ein runder Ausklang des Wochenendes
Zurück in der Hütte wurde einigen von uns eine überbackene Rösti, anderen ein heisser Kaffee serviert. Dabei hat uns der Bergführer abschliessend noch Massnahmen zur Risikosenkung vermittelt.
So kehrten wir mit viel neuem Wissen zurück zur Bergstation und haben das letzte Mal für dieses Wochenende über die Kälte gestaunt. Während des Wartens auf die Talfahrt haben wir die angenehme Gruppendynamik nochmals genossen. Aber mit dem Warten nicht genug… im Taxi haben wir wieder einmal auf den allzeit letzten gewartet, der noch mit dem Kauf von feinem Alpkäse beschäftigt war.
Reicher, als erwartet heimgekehrt
Dass es ein lehrreiches Wochenende werden würde, hatte ich erwartet. Wie viel Freude, Gemeinschaft und eindrückliche Naturerlebnisse zusätzlich in meinen Rucksack gepackt wurden, überraschte mich. Mit müden Beinen, kalten Fingern und einem Kopf voller neuer Erkenntnisse kehrte ich von der Lidernenhütte nach Hause. Zurück bleibt die Vorfreude auf kommende Touren – nun mit mehr Wissen, geschärftem Blick und einem noch grösseren Respekt vor den Bergen. Dazu kommt die Überzeugung, dass ein Lawinenkurs für alle, die sich im Winter draussen bewegen, weit mehr ist als reine Pflicht: Er ist eine echte Bereicherung. |
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Lawinenkurse: Sicher durch den Winter |
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Die dreiteilige Sicherheitsausrüstung ist auf jeder Ski-, Splitboard- oder Schneeschuhtour dabei, bestehend aus Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel. Umso wichtiger ist der geübte Umgang mit der Sicherheitsausrüstung. Doch wie funktioniert nochmals die Signalsuche, Grobsuche, Feinsuche und die Punktortung? Was gilt es zu beachten bei der Planung von Touren im Schnee? Was sind schon wieder die lawinenbildenden Faktoren? All das sind Fragen, welche der Bergführer im Lawinenkurs klärt.
Bei Höhenfieber findest du genau den richtigen Lawinenkurs für dich. Im Grundkurs Lawinen erwirbst du das Basiswissen, um Gefahren auf Wintertouren besser einschätzen zu können. Im Aufbaukurs Lawinen vertiefst du deine Kenntnisse und lernst, eine seriöse Tourenplanung im Gelände umzusetzen. |
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| Grundkurs Lawinen Schächental |
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Unternimmst du im Winter gerne Touren im Gebirge und bist an der komplexen Materie Schnee interessiert? An diesem Lawinenkurs-Wochenende in der Zentralschweiz vermitteln wir dir die wichtigsten Grundlagen der Lawinenkunde und den Umgang mit LVS, Sonde und Schaufel in Theorie und Praxis. Die gute Erreichbarkeit und die Möglichkeit mit zahlreichen Seilbahnen hohe und schneesichere Ausbildungsplätze zu erreichen, machen das Schächental im Kanton Uri zum idealen Ort für diesen Kurs. |
| Grundkurs |
| Aufbaukurs Lawinen Mettmen |
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Lawinenkurs für Fortgeschrittene im Glarnerland: Konntest du auf einfachen Ski- oder Snowboardtouren schon einige Erfahrungen sammeln? Möchtest du nun lernen, selbstständig Touren zu planen und die richtigen Entscheidungen im Gelände zu treffen? Dann liegst du mit dem Aufbaukurs Lawinen als Vorbereitung dazu goldrichtig. Die spannenden Tourenmöglichkeiten, die kurze Anreise und das komfortable Berghotel Mettmen machen die Mettmenalp zum idealen Kursgebiet für die Lawinenausbildung. |
| Aufbaukurs |
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Eintägige Tiefschneekurse mit Höhenfieber in top Freeride Destinationen |
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Gemeinsam mit dem Kursleiter arbeitest du gezielt an deiner Tiefschneetechnik. Ziel ist es, mehr Sicherheit und Selbstvertrauen bei Abfahrten im offenen Gelände zu gewinnen. Die ausgewählten Kursorte bieten ideale Bedingungen, um sowohl auf der Piste als auch auf Variantenabfahrten im angrenzenden Gelände intensiv an der Skitechnik zu feilen.
Du hast spontan unter der Woche Zeit? Am Donnerstag oder Freitag bieten wir Tiefschneetechnik-Tage in drei verschiedenen Gebieten an: Andermatt, Klosters und Lauchernalp. Inhaltlich sind alle Kurse gleich aufgebaut und richten sich an Teilnehmende mit Erfahrung im Umgang mit der Skitouren-Ausrüstung. |
| Eintägige Tiefschneekurse |
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Partnerbeitrag: Kletterkurse - der perfekte Start ins neue Jahr |
Neues Jahr, neue Ziele, wie wäre es mit mehr Bewegung, Mut und gemeinsamen Erlebnissen? Im Kletterzentrum Gaswerk erwarten dich vielseitige Kletterkurse für jedes Niveau und jedes Alter. |
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Ob erste Schritte an der Wand oder gezielter Technikaufbau zur Weiterentwicklung. Unsere Kurse bieten einen sicheren, spielerischen und motivierenden Rahmen, um das Klettern neu zu entdecken oder die eigenen Fähigkeiten weiter auszubauen. Gemeinsam Herausforderungen meistern, Vertrauen aufbauen und über sich hinauswachsen. Klettern verbindet.
Buche jetzt einen Kurs in einem unserer Kletterzentren in Wädenswil, Schlieren oder Greifensee. |
| Alle Kurse auf einen Blick |
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Wir sagen uns du.
Wenn wir gemeinsam in den Bergen unterwegs sind, so sprechen wir uns mit du an. Diese schöne Tradition möchten wir schon vom ersten Kontakt an mit dir pflegen. Wir sprechen dich also auch am Telefon und im Mailverkehr per du an.
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